Dossiers

In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht der Deutsche Kulturrat sogenannte Dossiers, die sich in einer Ausgabe umfassend mit einem Thema auseinandersetzen. Die Dossiers liegen der Zeitung Politik & Kultur bei. Folgende Dossiers sind bisher erschienen.

On the Road – 20 Jahre Kulturstiftung des Bundes

Innovationen zu fördern, Neues anzustoßen, Veränderungen auf den Weg zu bringen, sind der Kern der Arbeit der Kulturstiftung des Bundes seit zwei Jahrzehnten. Sie verwirklicht dies in der Projektförderung und vor allem in ihren Programmen wie »Jedem Kind ein Instrument«, »Kulturagenten für kreative Schulen«, »Schrumpfende Städte«, »360°«, »Trafo«, »Zero«. Die Kulturstiftung des Bundes ist dabei selbst Treiberin für Veränderungen, für Innovationen in Kultureinrichtungen, in der Freien Szene und in der kulturpolitischen Themensetzung. Zum 20-jährigen Jubiläum wird in diesem Dossier ihre Geschichte reflektiert.

Guten Morgen!

Dossier »Heimat & Nachhaltigkeit«

»Guten Morgen!« sagen sich im Dossier »Heimat & Nachhaltigkeit« nicht nur Fuchs und Hase, sondern auch der Kultur- und Naturbereich. Stellvertretend arbeiten der Bund für Umwelt und Naturschutz und der Deutsche Kulturrat seit Jahren zusammen. Klar ist, wenn es darum geht, nachhaltige Verhaltensweisen zu fördern und unsere Natur zu schützen, müssen wir als Gesellschaft auf die erforderlichen kulturellen Kompetenzen schauen. Die Zusammenarbeit der zivilgesellschaftlichen Akteure aus Kultur und Natur gilt es, auszuweiten. Das Dossier berichtet über Projekte und zeigt Lösungsansätze auf.

Doppelspitzen – doppelt spitze?

Dossier »Gemeinsam führen in der Kultur«

Das Dossier widmet sich dem Für und Wider geteilter Führungsverantwortung. Diese Auseinandersetzung ist lohnend, denn ungehobenes Potenzial und andauernde Herausforderung liegen bei diesem Führungsmodell nah beieinander. Experten aus der Soziologie, Psychologie und Kulturmanagement kommen zu Wort, ebenso wie Persönlichkeiten, die in diesem Leitungsmodell in den verschiedensten Kulturspaten arbeiten. Ihre facettenreichen Einblicke in geteilte Führung beleuchten positive Effekte ebenso wie Fallstricke und stereotype Assoziationen mit Doppelspitzen.

Inklusion

Dossier »Inklusion in Kultur und Medien«

Qualität ist ein Schlüsselbegriff, wenn es um die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen in Kultur und Medien geht. Qualität heißt, dass Künstler aufgrund ihrer künstlerischen Arbeit beurteilt werden. Um Qualität geht es auch in der Ausbildung. Mehr Inklusion in Kultur und Medien ist keine Wohltat gegenüber Menschen mit Einschränkungen. Mehr Inklusion in Kultur und Medien ist die Umsetzung des Rechts auf Teilhabe. Mehr Inklusion verlangt nach mehr Qualität auf den verschiedenen Ebenen. Dieses Mehr an Qualität kommt der gesamten Gesellschaft zugute. Das Dossier beschäftigt sich mit diesen Fragen.

Von 0 auf 100?

Dossier »Älterwerden als Kulturschaffende«

Wir werden alle täglich älter. Neben dem biologischen Älterwerden gehört zum Altern das soziale Älterwerden. Aufgrund der demografischen Entwicklung gehört Deutschland zu den alternden Gesellschaften: Der Anteil älterer Menschen an der Gesellschaft steigt, der der jüngeren sinkt. Wie nehmen Kulturschaffende das Älterwerden war? Welche Herausforderungen bringt es in den Sparten des Kulturbetriebes mit sich? Wir gehen Tänzer mit dem Alter um, wie bildende Künstlerinnen? Spielt das Alter für Regisseure eine Rolle? Wie beeinflusst die Anzahl der Lebensjahre Journalistinnen? Lesen Sie dies im Dossier.

Wie weiblich ist die Kulturwirtschaft?

Dossier »Frauen in der Kultur- und Kreativwirtschaft«

Das vorliegende Dossier fragt: Wie weiblich ist die Kulturwirtschaft? Und wie ist es um die Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Medienbereich bestellt? Es ist ein Teil der politischen Bemühungen des Deutschen Kulturrates, im Kulturbereich mehr Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen. Es widmet sich der Rolle der Frauen in der Kulturwirtschaft. Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Medienbereich zu erreichen, ist für den Deutschen Kulturrat, ein zentrales politisches Handlungsfeld.

Die fantastischen Vier

Dossier »Reformationsjubiläum Nr. 2«

Schnell entsteht der Eindruck: Es gab nur Martin Luther, den einzigen wahren Reformator. Doch die Reformation hatte viele Anstifter: Das Dossiers befasst sich mit zwei Reformatoren aus dem Umfeld Luthers, Philipp Melanchthon, der die Reformation zu einer Bildungsbewegung machte, und Thomas Müntzer, der sich mit den entrechteten Bauern solidarisierte. Zudem geht es um die zwei reformierten Reformatoren, Huldrych Zwingli, der Schweizer Reformator, der den Protestantismus in Südwestdeutschland, in der Schweiz und Frankreich prägte, und Johannes Calvin, dem Begründer des Calvinismus.

Martin Luther Superstar: 500 Jahre Reformation

Dossier »Refomationsjubiläum Nr. 1«

Die Reformation hat die Welt verändert. Sie ist im großen Ganzen Motor des Wandels, aber hat auch das Verhältnis des Einzelnen zu Gott erneuert. Zwischen Gott und den Menschen steht nicht mehr immer ein professioneller kirchlicher Glaubensverkünder, sondern das Priestertum aller Gläubigen hat den Weg zu Gott für Protestanten merklich verkürzt. Die Reformation brachte den Gläubigen den Zugang zur Heiligen Schrift, doch dafür musste man Lesen können. Die Reformation war deshalb eine große Bildungsbewegung.

Kippa, Koscher, Klezmer?

Dossier »Judentum und Kultur«

Jüdische Kultur, ist das »Kippa, Koscher, Klezmer?« Das Dossier zeigt historische und aktuelle Perspektiven auf jüdisches Leben in Deutschland, jüdische Kultur sowie Erinnerungskultur. Es stellt Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Buchreligionen heraus, beschäftigt sich mit wissenschaftlichen Jüdischen Studien und betrachtet die Jeckes in Israel. Auch die jüdische Bildung und Religionsunterricht, die Restitution von jüdischem Kulturgut und jüdische Recht spielen eine Rolle. Jüdische Architektur, Musik, Literatur und Medien werden thematisiert. Denn das und vieles mehr ist jüdische Kultur.

Save the Rights!

Dossier »Verwertungsgesellschaften«

Es gibt keine anderen Einrichtungen im Kulturbereich, deren Arbeit missverstandener wird als die der Verwertungsgesellschaften. Diese sind Zweckverbünde der Künstler, Produzenten und Verwerter künstlerischer Leistungen. Sie können dort erfolgreich Einnahmen für ihre Mitglieder akquirieren, wo der Einzelne erfolglos bleiben würde. Sie sichern die Rechte ihrer Mitglieder, damit sie einen Ertrag aus der Nutzung ihrer kreativen Leistung ziehen können. Sie sind letztlich Genossenschaften, deren Ziel die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Förderung ihrer Mitglieder ist. Sie sind unverzichtbar!

Kunst und Kommerz

Dossier »Kultur- und Kreativwirtschaft«

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist einer der größten Teil- und Wachstumsmärkte in Deutschland. Vom fast autistisch arbeitenden Künstler in seinem Atelier bis zum weltweit vernetzten Medienmulti reicht dieser Markt. Vom klassischen Buchmarkt bis zum noch jungen Gamesmarkt. Kunst, Literatur, Musik, Design, Architektur, Medien und viele andere finden sich. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit sind sie vergleichbar, weil alle kulturellen Teilmärkte nur funktionieren, wenn spezifische Verwertungsketten intakt sind. Am Anfang steht der Urheber, am Ende der Kunde, dazwischen die Glieder der Wertschöpfungskette.

Sind wir noch auf Sendung?

Dossier »Öffentlich-rechtlicher Rundfunk II«

Im Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD vereinbart, eine Bund-Länder-Kommission zur Medienordnung einzurichten. Hier wird es um die Auflösung der Grenzen zwischen Rundfunk-, Telekommunikations- und Netzpolitik gehen. Die EU-Kommission und die Bundesregierung verfolgen ein digitales Arbeitsprogramm zur Stärkung der Internetwirtschaft. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund einer marktbeherrschenden Stellung einiger weniger international agierender Internetkonzerne. In dem Dossier werden die aktuellen Anforderungen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk skizziert.

Es geht voran!

Dossier »Kultur macht stark!«

Über 200 Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2017 für das Programm »Kultur macht stark«. Damit ist das Programm das finanzstärkste und umfangreichste, das jemals durch den Bund im Bereich der kulturellen Bildung angestoßen wurde. Dabei ist Bildung wie Kultur doch originär Ländersache. Gleichzeitig ist »Kultur macht stark« innerhalb der Kulturszene das umstrittenste Projekt der kulturellen Bildung der letzten Jahre. Von der Öffentlichkeit wird das Mammutprojekt bislang kaum wahrgenommen. Das Dossier setzt sich mit diesem Widerspruch auseinander.